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Vortrag: Fledermäuse in der Landschaft

Autorenbild: ALSE GmbH
ALSE GmbH
24. Sept.
2 Min. Lesezeit

Im Rahmen der "Aktionswoche Biologische Vielfalt" in Schleswig-Holstein, die dieses Jahr vom 6. bis 13. September stattfand, war die ALSE bei bestem Wetter zu Gast bei den Ökowiesen Jevenstedt e. V.

Im Mittelpunkt stand ein Thema, das viele Menschen fasziniert: Fledermäuse in der Landschaft. Über 40 Interessierte – darunter auch zahlreiche Kinder – folgten dem Vortrag unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erfuhren, welche wichtige Rolle Fledermäuse in unseren Ökosystemen übernehmen und wie sie in der Landschaft beobachtet und geschützt werden können.


Gespannte Zuhörer auf den Ökowiesen in Jevenstedt mit unseren Mitarbeitern Thore Tiedt und Lena Wegner (Foto: ALSE GmbH)


Warum Fledermäuse wichtig sind

Fledermäuse sind ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Tierwelt. Sie ernähren sich von Insekten und tragen damit zur natürlichen Regulierung von Insektenbeständen bei. Gleichzeitig sind sie auf geeignete Quartiere und strukturreiche Landschaften angewiesen.

Alte Bäume mit Höhlen, Hecken, Gehölzränder, Gewässer und extensiv bewirtschaftete Flächen können wichtige Nahrungs- und Rückzugsräume bieten. Auch Gebäude und eigens angebrachte Fledermauskästen können als Quartiere genutzt werden.


Damit Fledermäuse diese Strukturen langfristig annehmen können, kommt es auf ein vernetztes Angebot aus geeigneten Lebensräumen an. Der Erhalt alter Bäume, die Entwicklung von Gehölzstrukturen und ein möglichst insektenreiches Umfeld sind daher wichtige Beiträge zum Fledermausschutz.


Spannende Einblicke in die Fledermauserfassung

Fledermäuse sind überwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv und bleiben uns daher häufig verborgen. Umso spannender war es für die Besucher, die technischen Arbeitsmittel kennenzulernen, die auch in der ökologischen Kartierung zum Einsatz kommen.

Anhand verschiedener Geräte wurde gezeigt, wie Fledermäuse aufgespürt und ihre Lebensräume untersucht werden können:

  • Ein Fledermausdetektor macht die für Menschen nicht hörbaren Ortungsrufe der Tiere hörbar und ermöglicht Rückschlüsse auf die vorkommenden Arten.

  • Mit der Wärmebildkamera lassen sich Tiere und ihre Bewegungen auch bei schlechten Sichtverhältnissen verfolgen. Vor allem bei Untersuchungen an Gebäuden ist diese sehr nützlich.

  • Mit einem Endoskop können potenzielle Quartiere in Baumhöhlen oder anderen schwer zugänglichen Strukturen kontrolliert werden, ohne die Tiere oder ihre Verstecke unnötig zu beeinträchtigen. Im Zuge von Baumfällungen und Gebäudeabrissen ist das Endoskop ständig im Einsatz.


Gerade für die Kinder war es beeindruckend zu erleben, dass moderne Technik dabei hilft, die sonst meist unsichtbare Welt der Fledermäuse wahrnehmbar zu machen.


Bau von Fledermausquartieren

Nach dem Vortrag wurde es praktisch: Gemeinsam bauten die Teilnehmenden Fledermausquartiere aus Holz. Mit viel Engagement entstanden zahlreiche Kästen, die anschließend mit nach Hause genommen und dort aufgehängt werden konnten.

So konnten die Besucherinnen und Besucher der Ökowiesen nicht nur neues Wissen mitnehmen, sondern auch unmittelbar selbst aktiv werden. Ein geeigneter Fledermauskasten kann zusätzliche Quartiermöglichkeiten schaffen – vorausgesetzt, er wird an einem passenden, möglichst ruhigen und geschützten Ort angebracht.


Baumaterialien aus Holz für die Fledermausquartiere, die Rückwand wird so bearbeitet, dass die Fledermäuse sich festhalten können (Foto: ALSE GmbH)


Für die ALSE war es eine schöne Gelegenheit, Wissen aus der täglichen Arbeit weiterzugeben und gemeinsam mit Interessierten die faszinierende Welt der Fledermäuse zu entdecken und junge Menschen neugierig auf die Natur zu machen.

 
 
 

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