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Ungeplanter Einzug von nachtaktiven Untermietern

Autorenbild: ALSE GmbH
ALSE GmbH
vor 7 Tagen
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Manchmal geht es schneller als gedacht: Neu angeschaffte Fledermauskästen wurden vor der Montage erst einmal an eine Hauswand gelehnt. Obwohl die künstlichen Quartiere kopfüber gelagert wurden, hat das die ersten Untermieter anscheinend nicht gestört. Schon nach wenigen Tagen gab es Hinweise darauf, dass die Kästen bereits bewohnt sein könnten. Um das genauer zu überprüfen, wurden die Kästen nach Einbruch der Dunkelheit mit einer Wärmebildkamera beobachtet. Der Verdacht auf einen vorzeitigen Bezug konnte schnell bestätigt werden: Mindestens vier Fledermäuse waren in einen der Kästen eingezogen.


Hier kann man die erste Fledermaus kurz nach Sonnenuntergang aus dem Kasten herauslugen sehen. Vor dem Ausflug werden Lichtverhältnisse und Witterung geprüft:




Wenn die Bedingungen stimmen, wird zur Jagd ausgeflogen:




Im Laufe der Nacht wird das Quartier immer wieder kurz angeflogen. Dieses Verhalten ist im Spätsommer und frühen Herbst typisch, Fledermäuse suchen in dieser Zeit beim sogenannten Schwärmen ein geeignetes Winterquartier:




Bei diesem Anflug hat eine Fledermaus kurz ihr Geschäft an der Wand erledigt:




Kurz vor Sonnenaufgang kehren die Fledermäuse in ihr neues Quartier zurück:


(alle Aufnahmen sind mit einer Wärmebildkamera durch die ALSE GmbH erfolgt, 2026)


Die Kästen bleiben erst einmal, wo sie sind. Alle heimischen Fledermäuse sind nach EU-Recht streng geschützt und ihre Quartiere dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Die feste Montage kann erst erfolgen, wenn die neuen Nachbarn von selbst in ein anderes Quartier umgezogen sind.


Wer selbst einen Fledermauskasten aufhängen möchte, sollte einen ruhigen, geschützten Ort in mehreren Metern Höhe mit freiem Anflug und ohne Beleuchtung wählen. Mit etwas Glück ziehen die ersten Gäste dann genauso schnell ein wie in diesem Fall.

 
 
 

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